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(ms) Die erste Mannschaft des SK Ingolstadt holt sich gegen Tarrasch München einen wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg. Dabei war die Ausgangssituation nicht die Beste und alles sah danach aus, dass es nicht zu einem Mannschaftspunkt reichen würde. Aber dann kam alles anders.

Krankheitsbedingt traten wir diesmal nur mit sieben Mann an. Christian musste leider absagen, und auch sonst hatten wir einige Mühe unsere Mannschaft zusammen zu bekommen. So kam es, dass unserer Nachwuchsspieler Paul seinen Einsatz bekam. Auch wenn die Eröffnung noch recht vielversprechend aussah, übersah er dann bald eine Springergabel und musste die Qualität hergeben, der Rest war für seinen Gegner dann kein Problem mehr.

Bei Mike sah die Partie durchaus vielversprechend aus, allerdings endete die Partie schnell Remis, schwer zu sagen ob mehr drin war, aber zumindest hatten wir so schon mal einen halben Punkt. Bei meiner Partie an Brett 1 hatte ich mir zumindest vorgenommen einen guten Kampf abzuliefern. Auch gegen einen vermeindlich starken Gegner wollte ich mich nicht mit Schwarz hinten reinstellen sondern stattdessen auf Angriff spielen. Mein Gegner konnte nichts aus der Eröffnung rausholen, einige Figuren wurden getauscht und die Stellung verflachte - Remis.

Somit stand es nach drei Stunden 3 - 1 für München. Daniel stand zu dem Zeitpunkt sehr gedrückt, sein Gegner hatte das Eröffnungsduell gewonnen, und Daniel musste seine Stellung erstmal konsolidieren. Andi war ebenfalls in der Defensive, er hatte Probleme seine Entwicklung abzuschließen, nachdem sein Gegner eine Figur für Angriff geopfert hatte. Thomas hatte mit Weiß einen Franzosen auf dem Brett und stand sehr angenehm. Und Hans folgte lange Zeit einer Theorievariante auch wenn er viel Zeit benötigte sich darin zurechtzufinden, sein Gegner blitze jedenfalls fröhlich einen Zug nach dem anderen auf Brett.

Doch plötzlich begann das Match einige überraschende Wendungen zu nehmen. Das Figurenopfer von Andis Gegner erwies sich als inkorrekt und der Angriff verpuffte. Etwas später verlor er dann auch noch im 38ten Zug auf Zeit. Daniel bekam ebenfalls nochmal die Chance Luft zu schnappen und stellte mit seiner Dame ein paar Gegendrohungen auf. Sein Gegner spielte ungnau weiter und Daniel konnte Dauerschach geben.

Thomas hatte die bessere Stellung als sein Gegner Remis bot. Für Ihn stellte sich nun die Frage ob mehr drin war oder nicht, aber eine Fortsetzung der Partie war auch mit Risiko verbunden und nach einigem Überlegen nahm er das Remis an. Somit lief nur noch eine Partie und bei Hans stand nach ruhigem Beginn des Brett in Flammen und jedes Ergebnis schien möglich. Ohne gründliche Analyse wage ich keine Beurteilung der Stellung, aber es war Hans, der nach den ganzen Verwicklungen mit einem Mehrbauern in einem Damenendspiel landete. Auch wenn diese oft Remis enden lag hier die Sache allerdings anders. Seine Dame stand sehr aktiv und der schwarze König war ohne Deckung stets in Gefahr. Es dauerte nicht lange und der Schwarze landete in einem Mattnetz.

Wer hätte das gedacht, 4-4! Natürlich braucht man an so einem Tag auch etwas Glück, aber es zeigt doch auch, dass wir gegen fast alle Gegner mithalten können. Als nächstes geht es dann gegen Dillingen und der Kampf gegen den Abstieg bleibt weiterhin spannend!