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Der Kampf gegen und in Moosburg hat immer einen besonderen Geschmack. Eher bitter als Süß. Eine Mannschaft eindeutig mit Bezirksliga-Niveau, eine Fahrt im Dezember oft mit Schnee, Stau und Nebel und auf einmal eine Menge „gute“ Abwesenheitsgründe“ J und die darauffolgende schwache Aufstellung. Es war dieses Jahr nicht anders und wir traten nur zu 6 gegen Moosburg 1. Ziel war vor allem Spielpraxis gegen starke Gegner zu sammeln. Und unser Ergebnis 4-2 auf 6 Brettern lässt sich letztendlich sehen…

Andreoli- Theumer 0.5 - 0.5

Ein Hauptthema der Partie war mein schlechter Laufer auf b2. Ich versäumte, den Läufer früh abzutauschen und konnte deshalb zuerst auf keinen Vorteil hoffen.

Ich hatte Spiel vom Schwarz auf dem Königflügel erwartet, letztendlich suchte mein Gegner Spiel auf dem anderen Flügel. Die Kontrolle über die c-Linie ist in der folgenden Stellung entscheidend.

Mein Gegner dachte, dass ich um die c-Linie mit La6 nicht kämpfen konnte, weil der Läufer nach b5 von Schwarz verlorengehen würde.

Ich erkannte aber das es nicht stimmte und nachdem ich vom meinem schlechten Läufer los wurde, stand ich letztendlich viel besser.

Die folgende Stellung ist offensichtlich für Weiß gewonnen. Leider vergaß ich den Bauer auf e3 mit Kf2 zu schützen und spielte den falschen Zug Txd5?. Nach fxe3 ist die Stellung eigentlich nicht mehr zu gewinnen.

Azemovic- Pareja 1-0

Julio spielte sehr gut seine Sizilianisch und hatte eigentlich seinen Gegner in der Eröffnung überspielt.Der weiße König steht schlechter als der schwarze König. Der weit vorgerückte Bauer auf h3 ist ein Dorn im Auge  vom Schwarz.

Julio hätte seinen Gegner  früh nach Hause schicken können. Weiß spielte Sd5??. Nach Txe4 hätte Schwarz aufgeben müssen! Leider wurde der Zug vom Julio übersehen, der im Zeitnot stand. Das darauffolgende Endspiel war noch relativ ausgeglichen. Julio übertrieb aber mit der Wanderung seines Königs und letztlich verlor.

Goetz-Wimmer 0.5-0.5

Andreas spielte (zu) bescheiden seine Eröffnung. Infolgedessen hatte sein Gegner schnell eine angenehme Stellung mit Druck auf dem Damenflügel. 

Schwarz versuchte seinen Vorteil auf dem ganzen Brett auszunutzen, und erhöhte den Druck mit seinen aktiven Türmern und mit seinem Läuferpaar. Die folgende Stellung ist schwierig für Weiß.

Schwarz spielte allerdings zu hastig und ermöglichte auf der folgenden Stellung mit Rf1! eine Vereinfachung, die Weiß zugute kommt. Ein Gewinnweg gab es offensichtlich nicht mehr. 

Raps - Reith 0-1

Wie sagt man schon: nie zu schnell die Hoffnung verlieren! Paul stand schnell auf verlorenem Pfosten. Bei genauerer Betrachtung hätte er aber einen späteren Patzer ausnützen können!

Gegen den erfahrenen Mannschaftführern von Moosburg, geriet Paul schnell in der Eröffnung in eine schwierige Lage: Dies ist auf der folgenden Stellung eindeutig. Der schwarze Läufer ist auf f4 schlecht platziert. Der Damenflügel steht schon mächtig unter Druck. Der Zug Ld3 war schon längst überfällig. Der Zug c4 ist auf jeden Fall schlecht und kommt Schwarz entgegen.

Paul verlor eine Figur und hätte (fast) hier aufgeben können. (Zu) siegessicher spielte Schwarz Tac8??. Paul übersah leider Tb6+ und hätte doch mit einem halben Punkt nach Hause fahren können!

Wiesmeier- Tussel 0-1

Die beste Partie wurde diesmal von unserem Kassenwart gespielt. Die Eröffnung schient aller allerdings nicht optimal gelaufen zu sein. Weiß ist im Vorteil hier.

Sein Gegner verlor aber irgendwie den Pfad. Der nächste Zug vom Weiß d5 ist  nicht der beste und Schwarz wird auf schöne Weise schaffen, seinen Königflügen zu entwickeln.

Die Schlussstellung spricht für sich. Bravo!