×

Warning

JUser: :_load: Unable to load user with ID: 898

Sonntag, den 4.02.2018 

Leider aufgrund vieler krankheitsbedingten Ausfällen war die Mannschaft sehr geschwächt und wir unterlagen logischerweise 1,5-6,5 gegen Friedrichshofen.

 

Goetz, Walter- Hettele, Bernhard : 0-1

Ich fange mit der interessantesten Partie an. Unser Altmeister zeigt, dass er nichts von seiner Angriffslust verloren hat! Leider endete die Partie sehr unglücklich für Walter Götz, der bisher seinen viel jüngeren Gegnern glatt überspielt hatte.

Weiß startet nicht optimal und Schwarz hätte sicherlich mit dem Zug e5 einen Vorteil erlangen können.

In der nächste Stellung scheint Weiß weiterhin Probleme mit seiner Entwicklung zu haben.

Weiß löst allerdings bald seine Probleme und hat eine interessante Stellung erreicht. Die starken Springer auf c5 und Läufer auf g2 würden viele Spieler auf den Gedanken bringen, weiterhin Spiel auf dem Damenflügel und auf der c-Linie zu suchen. Walter Götz hat aber tiefer gesehen und richtig gespürt, dass die Königstellung auf sich allein gelassen worden ist und angegriffen werden kann. Die Abwesenheit des schwarzen schwarzfeldrigen Läufern wird zu spüren sein. Der nächste Zug von Weiß h4 ist deshalb nachvollziehbar.

Hammerzug! Sxe6! leitet den Angriff ein!

 In der nächsten Stellung hätte Weiß mit Rxc6 sofort die Partie beenden können (dann Rxh6 und Lxa8). Der Partiezug Rxh6 ist leider schwächer und ermöglicht Schwarz sich noch zu verteidigen.

Ein Zug vor der Schlussstellung ist die Stellung wahrscheinlich für Weiß gewonnen. Leider großer Patzer von Weiß mit De8?? wobei der Matt in 2 Zügen nicht zu vermeiden ist.

Ein trauriger Ausgang für eine schöne Partie!

Andreoli, Christophe, Dr. - Baumann, Heinz : 1-0

Ich gewann einen Bauer nach der Eröffnung wobei die Kompensation für Schwarz nicht richtig zu erkennen ist. Zwar muss Weiß noch die große Rochade ausführen, aber beim guten Spiel sollte der Vorteil beibehalten werden.

Der Druck auf der d-Linie ist immerhin unangenehm und mahnt zum taktischen Vorsicht. In gegenseitigen Zeitnot gab ich meinem Gegner die Chancen mich vorzeitig nach Hause zu schicken, mit dem Fehler Lc3 ??. Kann der Leser der gewinnende Zug für Schwarz finden? Zum Glück für mich spielte Schwarz Sd5?.

Im Endspiel hatte ich eine gewonnene Stellung, die allerdings ein bisschen "Technik" abverlangte.

3 Bauern c3, g5 und h4 mussten "geopfert" werden um die Partie erfolgreich zu beenden.

Tussel, Adolf -  Nazarenus, Johannes : 0-1

Es ist zwar im Schach wichtig prophylaktisch zu agieren. Wenn aber man nur auf den Zügen seines Gegners reagiert, ist man meisten schon auf verlorenem Pfosten. Das war definitiv das Thema dieser Partie. Ein Budapest-Gambit steht auf dem Menü, wobei Schwarz zwingend Spiel auf dem Königflügel bekommt. Adolf war nicht in seiner besten Form und spielt schon in der Eröffnung einen keinen guten Zug, Sd4.  Es gibt eigentlich keinen guten Grund, die gleiche Figur in der Eröffnung zwei mal zu berühren.

Wie oben geschrieben, reagiert Weiß nur auf den schwarzen Zügen. Verteidigung ist immer schwieriger als Angriff... Weiß hätte schnell das Feld d5 besetzen müssen und versucht, auf dem Damenflügel Raum zu gewinnen.

In der folgenden Stellung ist der Druck von Schwarz schon zu stark und Weiß verliert danach schnell.

 König, Hans-Jürgen - Marburger, Uwe: 1-0

Bis zur nachfolgenden Stellung war alles ok für Schwarz. Der nächste Zug ist entscheidend. Sf6, Entwicklungszug, scheint sehr logisch zu sein. Der Zug der Partie e6 ist aber definitiv problematisch.

Erstens der Zug ist nicht notwendig. Zweitens verhindert den Zug f5 von Weiß nicht, sondern macht ihn stärker!

 

Weiß verpasst die Gelegenheit nicht und entwickelt schon einen gefährlichen Angriff. Mit dem Zug Sf6 anstatt e6 hätte es anders ausgesehen.

Der Angriff wird von Weiß konsequent weitergeführt und die schwarze Stellung bricht zusammen.

 

Kindler, Werner - Pareja Sanchez, Julio : 1-0

Ich zeige nur das Endspiel, weil es sehr interessant ist. Trotz Qualitätsverlust hatte sich wie üblich Julio zäh verteidigt. Der Kämpfer gibt nie auf!

Also Remis oder nicht? Zwar hat Weiß die Möglichkeit einen Freibauer schnell zu bilden, aber die ungleichfarbige Läufer sollten den Remis sichern. Falls zum Beispiel Weiß seine Bauer c und d vorantreibt, kann Schwarz den Bauern d5 einfach angreifen. Allerdings muss man sich in dieser Stellung nicht den Kopf zerbrechen. Der Schwarze König muss einfach aktiviert werden. Kf8 bietet sich an. Leider spielt Schwarz Lc2? und verliert Zeit.

Ist die folgende Stellung immer Remis? Ich glaube es nicht mehr weil die schwarze Bauer gefährdet sind und weil der schwarze König zu weit ist. Möge eine tiefere Analyse mich widersprechen.

Nach einigen Zügen ist aber diesmal sicher die Partie nach Lg3 verloren.

Der Mannschaftsführer, Christophe Andreoli