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 SK Ingolstadt 2 - TSV Ingolstadt Nord : 5-3

Wann ist eine Mannschaft erfolgreich?

 „Wenn das Ergebnis stimmt!“ würden die meisten antworten. Unter diesem Aspekt sind wir ja diese Saison erfolgreich gewesen. Der SKI2 bleibt in der Kreisliga obwohl Ausfälle vor der Saison Schwierigkeiten erwarten hatten lassen.

 Als Mannschaftsführer habe ich eine etwa andere Sichtweise: eine erfolgreiche Mannschaft ist eine Mannschaft, in der jeder oder die meisten sich weiterentwickeln haben können. Weiterentwicklung bedeutet zum Beispiel sein Spiel verbessern oder noch wichtiger seine Einstellung zum Spiel verbessern. Hierbei hat der Mannschaftsführer eine entscheidende Rolle. Er muss den Weg zeigen: sich auf der Stellung und nicht dem Gegner konzentrieren, objektiv aber optimistisch sein, die Angst vor Verlust hinter sich lassen, immer kämpferisch sein aber stets den Gegner respektieren, dies alles zugunsten der Mannschaft. Eine Herausforderung ohne Zweifel. Der Mannschaftsführer muss also nicht nur der böse Bub, der immer wieder zum Spielen anruft, sein sondern von ihm sollen immer wieder positive Impulse ausgehen: Keine leichte Aufgabe gewiss aber ein Muss um „erfolgreich“ zu sein.

Ist es mir gelungen? Tja... Man kann immer besser werden..

 

 

Zurück zu den Geschehnissen..

Christophe Andreoli - Rudolf Stark 1-0

Nicht viel zu sagen über meine Partie. Ich war besser in der Eröffnung vorbereitet und gewann einen Bauer. In der folgenden Stellung steht eigentlich schon klar, dass Schwarz keine Kompensation für den Bauer hat, obwohl Weiß einige Schwierigkeiten sich zu entwickeln hat.

Ich verbrach viel zu viel Zeit um irgendeines Gegenspiel für meinen Gegner zu finden. Ich hatte manchmal den Eindruck Schwarz zu haben! Symptomatisch eigentlich für Unsicherheit und nicht ganz fit eigentlich an diesem Sonntag...

Kurz vor Ende der Partie versuchte mein Gegner meinen König zu belästigen, aber nach b4 ! ist jetzt der schwarze König dran.

Ernst Frey- Uwe Marburger: 0-1

Gegen den Mannschafsführern vom TSV gewann Uwe leicht. Erstens spielte Weiß zu passiv in der Eröffnung, und in der folgenden Stellung übernimmt Schwarz mit d5 die Initiative und übt bald Druck auf die d-Linie aus.

Zweitens patze Weiß mit Rd1? in der folgenden Stellung. Die Partie ist schon verloren.

Friedrich Lehrheuer - Ewald Appel : 0-1

Eine interessante Partie. Eine interessante Stellung nach der Eröffnung. Schwarz hat Probleme mit seiner Entwicklung: es wird Zeit kosten, den Königflügel zu entwickeln und einen sicheren Hafen für den König zu finden. Anderseits hat Weiß schwache Bauern: Dynamischer gegen statischer Vorteil. Weiß musste unbedingt energisch spielen, bevor Schwarz sich umorganisieren konnte.

Weiß hat es erkannt und rückt richtigerweise seinen Bauern f nach vorne. Er irrt sich allerdings mit der Platzierung der Figuren. Der Läufer auf a3 sieht gut aufgestellt aus. Meiner Erachten nach hätte der Läufer aber besser auf d4 gestanden, mit f6 und g7 als Ziele. Beim Abtausch hätte das weiße Zentrum an Kraft gewonnen.

 Letztendlich will der weiße Angriff nicht zünden, Ewald spielt optimal, blockiert und drückt das Zentrum....

 ... und setzt sich einige Züge später durch.

Oskar Lipp- Robert Goetz: 1/2- 1/2

Spielpraxis bei Robert: Fehlanzeige. Drum ist nachvollziehbar dass Robert mit Schwarz versucht, die Stellung schnell zu vereinfachen. Weiß bekommt allerdings umsonst das Läuferpaar....

 ... und gibt sie dann wieder freiwillig kurz danach wieder auf.

Nach weiteren Abtauschen wurde die nachfolgende Stellung erreicht. Schwarz versuchte Druck auf dem Damenflügel zu erzeugen. 

 Allerdings nach dem schwarzen Zug b4, kann der weiße Läufer seine volle Kraft entfalten und

in der Schlussstellung einigte man sich auf Remis, da die Schwächen auf a5 und b2 sich ausgleichen.

 

 Julio Pareja Sanchez- Markus Waldemar 1/2- 1/2

Weiß hat freiwillig seinen schwarzfeldrigen Läufer eingesperrt. Wie soll aber danach der Läufer aktiviert werden?

Zwei Möglichkeiten bieten sich an : e4 später spielen wenn überhaupt möglich, oder über d2. Der Weg über b2 ist zweitschneidig.

Der Läufer hat hier kaum Wirkungskraft. Kompensiert werden kann es teilweise über einen starken Springer auf e5. Das ist aber in der jetzigen Stellung unmöglich: A propos optimale Platzierung von Schachfiguren: Der schwarze schwarzfeldrige Läufer gehört auf d6 nicht auf e7.

Weiß öffnet das Spiel in der folgenden Stellung mit e4: Er bleibt aber dann mit einem schlechten Isolani auf d4 und einem schlecht platzierten Läufer auf b2. Zum Glück hat Schwarz seine Figuren nicht optimal aufgestellt.

In der Schlußstellung einigte sich man auf Remis obwohl Schwarz besser aufgestellt zu sein scheint. Der Läufer auf b2 steht immer schlecht hinter seinen Bauer und die c-Linie gehört Schwarz.

Sandor Bela- Olaf Geilhardt : 1/2- 1/2

Sandor ist back ! Sandor entschied sich für ein Remis in der folgenden Stellung.

Schade eigentlich. Eine sehr interessante Stellung: Weiß möchte f5 spielen und es ist nicht einfach einen guten Zug für Schwarz zu finden. Wie ist Sandor zu dieser Stellung gekommen? Durch feines positionelles Spiel. In der folgenden Stellung spielt er der schöne Zug Dc1! um Lh6 zu spielen, die schwarze Rochade zu schwächen und die Kontrolle über e5 zu gewinnen.

Schwarz hat unglücklich Sa6 und Sc7 statt Sd7 gespielt. Weiß hat schon die Kontrolle auf e5 und bereitet e4 vor.

Nach Öffnung des Spieles und weiteren taktischen Zügen wurde die Stellung oben erreicht.

 

Der Mannschaftsführer Christophe Andreoli